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Assistentin der Geschäftsführung: Was Sie verdienen sollten – und wie Sie dorthin kommen

Sie organisieren, Sie priorisieren, Sie wissen alles, bevor der Chef fragt. Und trotzdem verdienen viele Assistentinnen und Assistenten der Geschäftsführung deutlich unter dem, was die Rolle wert ist. Das Durchschnittsgehalt liegt bei rund 47.000 bis 50.000 Euro brutto im Jahr. Die Spanne reicht von 36.000 Euro beim Einstieg bis über 83.000 Euro für erfahrene Executive Assistants. Der Unterschied? Erfahrung, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, sich als strategischer Partner zu positionieren statt als reine Organisationskraft.

In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie als Assistenz der Geschäftsführung realistisch verdienen sollten, welche Faktoren Ihr Gehalt am stärksten beeinflussen und wie Sie den Weg in diese Position finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchschnittliches Bruttojahreszielgehalt: 47.000 bis 50.000 € (StepStone, Jobted, Glassdoor, jobvector)
  • Einstiegsgehalt: ca. 36.000 bis 41.000 € brutto pro Jahr
  • Erfahrene Executive Assistants (20+ Jahre): bis über 83.000 €
  • Größter Gehaltsfaktor: Unternehmensgröße und Branche, gefolgt von Berufserfahrung und Region
  • Gender Pay Gap in der Rolle: Männer verdienen im Schnitt 16,6 % mehr als Frauen (myStipendium/BfA)

Was eine Assistenz der Geschäftsführung verdient: Die Zahlen

Die Gehaltsangaben variieren je nach Quelle leicht, aber das Gesamtbild ist konsistent:

Quelle Durchschnitt (brutto/Jahr) Spanne
StepStone 2026 42.800 € 35.900 bis 52.200 €
Jobted 2026 47.309 € 35.930 bis 83.565 €
Glassdoor 2026 49.900 € 37.500 bis 75.000 €
jobvector 2026 49.508 € 42.670 bis 55.560 €
Lohnspiegel (WSI) ca. 45.600 € (bei 38h/Woche) 38.400 bis 50.040 €

Der realistischste Wert für eine Vollzeitstelle mit einigen Jahren Berufserfahrung liegt bei rund 47.000 bis 50.000 Euro brutto pro Jahr. Das entspricht einem monatlichen Bruttogehalt von ca. 3.900 bis 4.200 Euro.

Die 5 Faktoren, die Ihr Gehalt am stärksten beeinflussen

  1. Unternehmensgröße: In Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden liegt das Gehalt deutlich höher als in kleinen Betrieben. Der Grund: Größere Unternehmen haben komplexere Strukturen, das Aufgabenspektrum ist breiter und die Verantwortung größer. Laut Gehaltsvergleich.com steigt das Gehalt mit der Mitarbeiterzahl kontinuierlich an.
  2. Branche: In Industrie Unternehmen (Pharma, Automotive, Maschinenbau) und im Finanzsektor verdienen Assistentinnen der Geschäftsführung am meisten. Im Handwerk, in der Pflege oder im Non Profit Bereich deutlich weniger.
  3. Berufserfahrung: Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 3.400 Euro brutto pro Monat. Mit 4 bis 9 Jahren Erfahrung steigt es auf rund 3.730 Euro. Ab 10 Jahren sind ca. 4.980 Euro realistisch. Über 20 Jahre Erfahrung können zu Gehältern von über 5.700 Euro monatlich führen (Jobted).
  4. Region: Westdeutschland zahlt laut WSI Lohnspiegel im Schnitt 3.800 Euro, Ostdeutschland 3.380 Euro. Innerhalb Westdeutschlands sind München, Frankfurt und Stuttgart die Spitzenreiter, was aber auch die höheren Lebenshaltungskosten widerspiegelt.
  5. Geschlecht: Der Gender Pay Gap in dieser Rolle ist mit 16,6 % überdurchschnittlich hoch. Männer verdienen laut BfA Daten im Schnitt 4.645 Euro monatlich, Frauen 3.874 Euro. Da der Großteil der Geschäftsführungsassistenzen von Frauen besetzt wird, drückt das den Gesamtdurchschnitt nach unten.

💡 Gehaltsverhandlung: Drei Hebel, die funktionieren

Kennen Sie Ihre Zahlen. Gehen Sie mit konkreten Marktdaten in die Verhandlung. Formulieren Sie Ihren Mehrwert in Euro: „Durch mein Projektmanagement der Standortverlagerung habe ich dem Unternehmen X Wochen Verzögerung erspart." Und: Verhandeln Sie nicht nur das Fixgehalt. Boni, Weiterbildungsbudget, Firmenwagen und flexible Arbeitszeiten sind oft leichter verhandelbar als eine Gehaltserhöhung.

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Was die Rolle wirklich umfasst: Mehr als Terminplanung

Die Berufsbezeichnung Assistentin der Geschäftsführung ist nicht geschützt. Das bedeutet: Hinter dem gleichen Titel können sich völlig unterschiedliche Rollen verbergen. Die Spanne reicht von der klassischen Sekretariatsfunktion bis zur strategischen Sparringspartnerin der Geschäftsführung.

Klassische Assistenz Strategische Assistenz (Executive Assistant)
Terminplanung und Kalender Projektmanagement und Sonderprojekte
Reiseorganisation Vorbereitung strategischer Entscheidungen
Korrespondenz und Ablage Soll Ist Vergleiche, Statistiken, Auswertungen
Protokolle und Dokumentation Schnittstelle zwischen Abteilungen und Geschäftsführung
Büroorganisation Mitarbeit bei Personalthemen, Budgetplanung, Controlling
Empfang und Telefon Vertretung der Geschäftsführung bei internen und externen Terminen

Je weiter rechts Sie sich in dieser Tabelle wiederfinden, desto höher sollte Ihr Gehalt sein. Und desto wichtiger wird es, diese strategische Rolle auch sichtbar zu machen, im Unternehmen und im Lebenslauf.

Wie Sie in die Position kommen: 3 typische Wege

  1. Kaufmännische Ausbildung + Erfahrung: Der klassische Weg. Eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement, Bankkauffrau oder Industriekauffrau bildet die Grundlage. Mit einigen Jahren Erfahrung in Assistenzrollen und gezielten Weiterbildungen (z. B. geprüfter Management Assistent IHK) qualifizieren Sie sich für die Assistenz der Geschäftsführung.
  2. Studium (BWL, Kommunikation, Jura): Viele Unternehmen bevorzugen für diese Position Bewerber mit Hochschulabschluss. Betriebswirtschaft, Kommunikationswissenschaften oder Wirtschaftsrecht sind besonders gefragt. Der Vorteil: Das Einstiegsgehalt liegt höher und die Karriereperspektiven sind breiter.
  3. Interner Aufstieg: Vom Teamsekretariat über die Abteilungsassistenz zur Assistenz der Geschäftsführung. Dieser Weg hat einen großen Vorteil: Sie kennen das Unternehmen, die Kultur und die Entscheider bereits. Oft sind es interne Wechsel, die den entscheidenden Karriereschritt ermöglichen.

Karriereperspektiven: Was kommt nach der Assistenz?

Die Assistenz der Geschäftsführung ist keine Sackgasse. Viele nutzen die Position als Sprungbrett, weil sie einen einzigartigen Einblick in alle Unternehmensbereiche bietet:

  • Office Management / Head of Office: Leitung des gesamten Bürobetriebs mit Personalverantwortung
  • Projektmanagement: Die Erfahrung in der Koordination komplexer Abläufe ist die ideale Basis
  • HR Management: Viele Assistentinnen übernehmen bereits Personalthemen und entwickeln sich in Richtung Personalmanagement
  • Bereichsleitung: Mit zusätzlicher Qualifikation und Führungserfahrung ist der Schritt in eine operative Leitungsrolle möglich
  • Executive Assistant (C Level): Die Weiterentwicklung zur Vorstandsassistenz oder Executive Assistant bei Konzernen, mit Gehältern von 70.000 Euro aufwärts

Für Unternehmen, die eine herausragende Assistenz der Geschäftsführung suchen, gilt: Diese Rolle besetzt man nicht über eine Standard Stellenanzeige. Die besten Kandidatinnen und Kandidaten sind oft in festen Positionen und müssen gezielt angesprochen werden. Active Sourcing und ein professioneller Onboarding Prozess machen den Unterschied zwischen einer guten und einer exzellenten Besetzung.

5 Tipps für die Bewerbung als Assistenz der Geschäftsführung

  1. Zeigen Sie Ergebnisse, nicht Aufgaben. Nicht „Terminmanagement und Reiseplanung", sondern „Organisation eines internationalen Strategiemeetings mit 40 Teilnehmern in 3 Ländern, inklusive Budget und Ablaufkoordination."
  2. Diskretion als Kompetenz hervorheben. Die Geschäftsführung braucht jemanden, dem sie vertraut. Betonen Sie Ihre Erfahrung mit vertraulichen Informationen und sensiblen Prozessen.
  3. Digitale Kompetenz belegen. Professioneller Umgang mit MS Office ist Grundvoraussetzung. Wer darüber hinaus Erfahrung mit ERP Systemen, Projektmanagement Tools oder BI Dashboards mitbringt, hebt sich ab.
  4. Sprachen sind ein Multiplikator. Verhandlungssicheres Englisch ist in vielen Unternehmen Pflicht. Wer eine weitere Fremdsprache mitbringt, hat bei international aufgestellten Mittelständlern einen klaren Vorteil.
  5. Persönlichkeit zählt mehr als Zeugnisse. Der Cultural Fit ist bei dieser Rolle entscheidend. Die Chemie zwischen Geschäftsführung und Assistenz muss stimmen, fachlich wie menschlich. Bereiten Sie sich darauf vor, in Gesprächen authentisch und souverän aufzutreten.

Fazit: Die richtige Assistenz der Geschäftsführung ist Gold wert

Eine exzellente Assistenz der Geschäftsführung ist mehr als eine organisatorische Unterstützung. Sie ist Informationsdrehscheibe, Projektmanagerin, Vertrauensperson und strategische Partnerin. Und genau so sollte das Gehalt bemessen sein.

Für Kandidatinnen und Kandidaten gilt: Kennen Sie Ihren Marktwert, positionieren Sie sich strategisch und scheuen Sie sich nicht, angemessen zu verhandeln. Für Unternehmen gilt: Besetzen Sie diese Schlüsselposition mit der gleichen Sorgfalt wie eine Führungsposition. Fast Match unterstützt Sie bei der Suche, ob in München, Berlin, Hamburg oder bundesweit.

Häufig gestellte Fragen

Was verdient eine Assistentin der Geschäftsführung?

Das durchschnittliche Bruttojahreszielgehalt liegt je nach Quelle zwischen 42.800 Euro (StepStone) und 50.000 Euro (Glassdoor/jobvector). Die Spanne reicht von ca. 36.000 Euro beim Einstieg bis über 83.000 Euro für sehr erfahrene Executive Assistants. Entscheidend sind Unternehmensgröße, Branche, Region und Berufserfahrung.

Welche Ausbildung braucht man für die Assistenz der Geschäftsführung?

Es gibt keinen festgelegten Ausbildungsweg. Die häufigsten Wege sind eine kaufmännische Ausbildung (z. B. Kauffrau für Büromanagement) mit mehrjähriger Erfahrung oder ein Studium (BWL, Kommunikation, Wirtschaftsrecht). Weiterbildungen wie der geprüfte Management Assistent (IHK) können den Einstieg erleichtern.

Was unterscheidet eine Assistenz der Geschäftsführung von einer Sekretärin?

Die Assistenz der Geschäftsführung übernimmt neben klassischen Sekretariatsaufgaben auch strategische und inhaltliche Zuarbeiten: Projektmanagement, Entscheidungsvorbereitung, Controlling Aufgaben, Personalthemen und die Vertretung der Geschäftsführung in bestimmten Bereichen. Die Rolle ist breiter, verantwortungsvoller und in der Regel besser vergütet.

Wie kann ich mein Gehalt als Assistenz der Geschäftsführung steigern?

Durch gezielte Weiterbildung (Projektmanagement, Controlling, Fremdsprachen), durch den Wechsel in ein größeres Unternehmen oder eine besser zahlende Branche, durch Übernahme zusätzlicher Verantwortung und durch professionelle Gehaltsverhandlung mit konkreten Marktdaten. Der Wechsel zur Executive Assistant Rolle auf C Level Ebene bringt die größten Gehaltssprünge.

Gibt es einen Gender Pay Gap in dieser Rolle?

Ja, und er ist mit 16,6 % überdurchschnittlich hoch. Männer verdienen laut BfA Daten im Schnitt 4.645 Euro monatlich, Frauen 3.874 Euro. Da die überwiegende Mehrheit der Geschäftsführungsassistenzen von Frauen besetzt wird, ist dies ein besonders relevantes Thema. Transparente Gehaltsverhandlung auf Basis von Marktdaten kann helfen, diese Lücke zu schließen.

Quellen

StepStone Gehaltsreport 2026: Assistenz der Geschäftsführung Durchschnitt 42.800 €, Spanne 35.900 bis 52.200 €. stepstone.de
Jobted 2026: Durchschnitt 47.309 €, Spanne 35.930 bis 83.565 €, Einstieg ca. 3.416 €/Monat. jobted.com
Glassdoor 2026: Durchschnitt 49.900 €, Spanne 37.500 bis 75.000 €. glassdoor.de
jobvector 2026: Durchschnitt 49.508 €, Spanne 42.670 bis 55.560 €. jobvector.de
WSI Lohnspiegel: Einstieg 3.220 €, nach 20 Jahren 3.900 €, West 3.800 €, Ost 3.380 €. lohnspiegel.de
myStipendium / BfA: Gender Pay Gap 16,6 %, Frauen 3.874 €, Männer 4.645 € monatlich. mystipendium.de
Gehaltsvergleich.com: Durchschnitt 3.346 €/Monat, Einfluss von Firmengröße und Standort. gehaltsvergleich.com

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